Arbeiter im Weinberg
Arbeiter im Weinberg

Tageslauf, Jahreslauf und den Lauf der Seele, die sich öffnet für die barmherzige Liebe Gottes, beschreibt Tersteegen in seinen Liedern.

Beispiele: Weihnachten,, Gottes Gegenwart, Ermunterung der Pilger, Morgenlied , Gottes Güte. 

 

dieser Link führt zu einem der bekanntesten

Lieder " Ich bete an die Macht der Liebe"

https://www.youtube.com/watch?v=Ol98zhJXa9o

PRACTICE OF THE PRESENCE OF
GOD THE BEST RULE OF A HOLY LIFE
Conversations and Letters by Brother Lawrence

Konfessionen - Glaubensbekenntnis

Beispiel aus Tersteegen's  Briefen

Wie wir lernen, nicht aus dem falschen, sondern aus dem wahren Selbst zu leben, zeigt der Psychiater Dr. Checkley am Beispiel von Bruder Lorenz.

Eine Erweckungsrede G. Tersteegens  zur Passionszeit aus "Geistliche Brosamen" Band I.

 

Das Tersteegenhaus in Mülheim, war die ehemalige Wirkungsstätte von Gerhard Tersteegen 

http://heimatmuseum-tersteegenhaus.de/

 

Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit………..

 

Auf den Rufer in der Wüste, Johannes den Täufer, der das Volk und seine Lehrer an ihr ungerechtes und unfruchtbares Treiben erinnerte und zur Umkehr/Buße aufrief, folgte Jesus von Nazareth, als die Erfüllung unzähliger Verheißungen bei den Propheten  (einige Beispiele).
Als seine Zeit gekommen war, rang Jesus mit Wort und Tat um die Bekehrung und Errettung seines Volkes, das die Wahrnehmung von Wahrheit und Gerechtigkeit, als Ausdruck des Willens Gottes, verloren hatte. Die Gerechtigkeit des Himmelreiches, schon in dieser Welt, bei jedem Menschen, hat Jesu in den Mittelpunkt seines Wirkens gestellt. Nach der Heiligen Schrift begann Jesus zu lehren, als Johannes der Täufer ins Gefängnis geworfen wurde:

„Von da an begann Jesus zu verkünden: Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe. (Matth.4,17 u. Mark. 1/15)

Nach der Bergpredigt, im Kapitel 5 des Matthäus-Evangeliums, geht Jesus auf das Sorgen um die Bedürfnisse des Lebens ein. Denjenigen, die umkehren, um ihr Leben Jesus anzuvertrauen, verheißt Jesus seinen Beistand:
„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach Seiner Gerechtigkeit, alles andere wird euch hinzu gegeben.“ (Predigt v. Johannes Tauler zu Matth. 6/33). Jesus deckt ein wesentliches Hindernis des Glaubens auf, das Denken und Sorgen, das um die Vergangenheit kreist und die Zukunft betrifft, und fügt daher hinzu: „Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe….. (Matth. 6/34). Die Sinn erfüllende Kraft der Gegenwart Gottes, deren Ursprung die Liebe Gottes ist, kann sich dort  entfalten und  bleiben, wo die Botschaft Jesu im Herzen lebendig ist.

„Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes …"
Was kann Trachten bedeuten? Trachten vor allem Anderen, denken und handeln, danach richten:
Bitten       –  „Bittet so wird euch gegeben“, z. B. Glaube;
Suchen    –  „Suchet, so werdet ihr finden“, z. B. die Wahrheit;
Anklopfen – "Klopfet an, so wird euch aufgetan“,  die Türe zum Reich Gottes;
Lieben      – "Gott über alles und den Nächsten wie Dich selbst".

 

Das ernsthafte Trachten nach dem Reich Gottes, nach der Nähe zu Gott dem Vater, beantwortet dieser mit Gnade. Gnade, ohne Verdienst angenommen sein, ist Teil der grenzenlosen Liebe Gottes, des Vaters. Und wie im leiblichen, irdischen Leben, so ist es auch geistlich: Vater/Mutter sind es, die zuerst lieben und geben. Dieser Vergleich lässt sich vertiefen, vom freiwilligen Gehorsam des geliebten Kindes, über das Wachsen in der Erkenntnis der Liebe und schließlich dem Wunsch Eins zu sein im Geist und Sinn. Es ist doch leicht zu verstehen, welche Freude bei dem Vater ist, dessen Sohn freiwillig ein gutes Werk fortführt, sein Nachfolger wird. Gerne wird der Vater ihm alles geben was er hat. So handelt auch der himmlische Vater an seinen Kindern. Jesus drückt dies so aus:
 "Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben  (Luk. 12/32).  „In allen meinen Prüfungen habt ihr bei mir ausgeharrt. Darum vermache ich Euch das Reich, wie es mein Vater mir vermacht hat (Luk. 22/28-29).

Eine Beziehung ist ohne Austausch und Sprache nicht lebendig. Jesus lehrte daher Stille und Gebet. Wir sollen mit Gott, dem Vater sprechen, wie es z.B. das Vater Unser lehrt, in dem es heißt:
Dein Reich komme, wie im Himmel, so auf Erden“.   
Wenn Jesus die Jünger lehrte, um das Reich Gottes auf Erden zu bitten, so tat er dies im Glauben. Im Glauben, dass diese Bitte auch vom Vater erhört wird. Er selbst war dafür der erste Zeuge. Durch IHN wurde offenbar, dass das Reich Gottes nicht nur auf ein jenseitiges SEIN „ im Himmel“ reduziert werden kann, sondern schon in dieser Welt bei seinen Jüngern und seiner Gemeinde beginnt (s. 1.Kol.1/13).
Dies erfordert vom Einzelnen, wie von der Gemeinschaft, immer tiefer in die Verkündigung Jesu vom Reich Gottes einzudringen, denn "es kann nicht Reich Gottes in die Welt kommen, wenn nicht Reich Gottes in unseren Herzen ist" (A. Schweitzer, Reich Gottes und ChristentumS.389).

Darum geht es in der christlichen Spiritualität, für die es in den verschiedenen Konfessionen zahlreiche Zeugen gibt. Sehen wir auf ihre Früchte, dann lässt sich erkennen, ob wir sie im Sinne Jesu „Arbeiter im Weinberg“ nennen können, und von ihnen lernen.