Gleichnisse und Spiritualität
Gleichnisse und Spiritualität
Arbeiter im Weinberg
Arbeiter im Weinberg

PRACTICE OF THE PRESENCE OF
GOD THE BEST RULE OF A HOLY LIFE
Conversations and Letters by Brother Lawrence

Tageslauf, Jahreslauf und den Lauf der Seele, die sich öffnet für die barmherzige Liebe Gottes, beschreibt Tersteegen in seinen Liedern.

Beispiele: Pfingsten,  Morgenlied, Gottes Gegenwart, Ermunterung der Pilger,

Gottes Güte. 

 

dieser Link führt zu einem der bekanntesten

Lieder " Ich bete an die Macht der Liebe"

https://www.youtube.com/watch?v=Ol98zhJXa9o

Wie wir lernen, nicht aus dem falschen, sondern aus dem wahren Selbst zu leben, zeigt der Psychiater Dr. Checkley am Beispiel von Bruder Lorenz.

Das Tersteegenhaus in Mülheim, war die ehemalige Wirkungsstätte von Gerhard Tersteegen 

http://heimatmuseum-tersteegenhaus.de/

JESUS - ICH bin...

 

Ich bin..... "der wahre Weinstock"

 

Es ist gar nicht nötig, sich auf die verschiedenen Superlativen zu besinnen, wie König der Juden, Ebenbild des lebendigen Gottes, Prophet und Erlöser. Noch vor dem öffentlichen Auftreten Jesu nannte Johannes der Täufer IHN ein Lamm („Siehe, das ist Gottes Lamm…. Joh.1,29). Es war die erste Bezeichnung für die personifizierte Sanftmut und Unschuld. So wurde Jesus das Gleichnis für die persönliche Versöhnung mit Gott, ohne den jüdischen Opferkult, bei dem das Lamm eine große Rolle spielte. Er ist die leise Stimme, der Ruf des Lebens.

Die bedingungslose Gerechtigkeit, gepaart mit der Liebe zu Gott dem Vater und den Menschen, ließen ihm keinen Platz für Gedanken an blutigen Kult, Herrschaft und Macht. Seine Botschaft konzentrierte sich zusammen mit seinem zeugnishaften Leben auf den verborgenen Heilsplan Gottes für die Menschen. Jesus führte fort bzw. vollendete, was wir ebenfalls häufig in Gleichnissen ausgedrückt bei den Propheten des Alten Testaments vorfinden (s. erfüllte Verheißungen). Es ist anzunehmen, dass Jesus mit den Büchern Salomos, also den sog. Weisheitsbüchern, vertraut war. Bereits in diesen alten Schriften kommt zum Ausdruck, dass ein verantwortungsbewusster König daran interessiert sein muss, dass das Volk zu Erkenntnissen geführt werden sollte.

Die Bücher des Alten Testament sind daher auch ein Beispiel, wie Erkenntnisse aus guten und schlechten Erfahrungen in kurzen, anschaulichen Bildern und Sprüchen weitergegeben wurden. Dort finden wir auch einen weiteren gleichnishaften Namen für Jesus, „die personifizierte Weisheit“ (Kol. 2,3). Jesus lehrte das Volk ebenfalls hauptsächlich in Gleichnissen (Joh. 16,25, Mark.13). Er redete in der Sprache des Volkes, der „Sprache des Lebens“. Sprache des Lebens zeichnet sich aus durch Gleichnisse, Bilder und Redewendungen, die direkt aus dem täglichen Leben der Menschen gewählt werden. Diese Sprachform erfüllt die Bedingung, dass sie vom Volk verstanden wird. Was wahr ist, ist einfach. Und so konnte diese Sprache seit 2000 Jahren in der ganzen Welt unzählige Menschenherzen „begeistern“. Jesu Botschaft ist gewaltfrei, von der Liebe getragen. Seine Worte sollen nicht als Waffen eingesetzt werden (der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig, 2.Kor. 3,6).

Ich bin überzeugt, dass die Schrift uns auch erlaubt, unsinnige Übersetzungen zu hinterfragen. Denn Gleichnisse können einen Begriff überhöhen, aber sie sind nicht „unsinnig“, wie z.B.„ eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt“ (Luk.18,25). Ein seltsames Gleichnis, das erst Sinn macht, wenn man berücksichtigt, dass das aramäische Wort "gamla," für Seil, Kamel, Strick, Balken angewandt wird. Eher geht ein Seil, statt einem Kamel durch ein Nadelöhr, gibt dem Gleichnis dann einen nachvollziehbaren Sinn (s. Georg Lamsa, Die Evangelien in Aramäischer Sicht).

Jesus Christus hat nicht nur durch eine Vielzahl von Gleichnissen gelehrt, sondern wurde selbst zum Gleichnis für die hingegebene Liebe Gottes an die Menschen und die Hingabe des Menschen an Gott und seine Nächsten. Er ist die Antwort auf die am häufigsten gestellten Fragen: Gibt es einen Gott, und wenn ja, wie ist Gott dann eigentlich? Wozu brauchen wir einen persönlichen Gott?

Wer mich sieht, der sieht den Vater, Gott, den Vater“, sagte Jesus. So offenbart sich uns das unsichtbare Wesen Gottes. Im Gegensatz zu den Jüngern sehen wir zwar nicht, aber die Augen unseres Herzens können erkennen und glauben. Das ist der Weg zu einer beständigen Beziehung zu Jesus.

 

Die Ich-Bin-Worte Jesu sind jedes für sich Gleichnisse, die schon ganze Bücher gefüllt haben. Sie wollen uns sagen, was wir von diesem ICH BIN – von Jesus, erwarten dürfen, so wie man z.B. auf der Visitenkarte von Personen ablesen kann, wofür sie stehen. Lassen wir uns darauf ein, und spüren im Herzen nach, was Jesus uns mit jedem dieser Worte noch sagen will.

 

ICH BIN ......

 

der Weg, der zum Lebensziel führt
 

die Wahrheit, die Worte, die mit dem gerechten Tun übereinstimmen,

das Leben, das die Kraft hat Vergänglichkeit zu überwinden,

 

das Licht  (Ps. 104,1-2) und das Wasser des Lebens, die zusammen die Grundlage für Wachstum und Reife der Seele bilden,

 

das Brot, das den Lebenshunger sättigt und die Gemeinschaft stärkt,

 

der Wein, der die Gemeinschaft stärkt,

 

der wahre Weinstock, der mit seinen Früchten den Vater (Schöpfer) ehrt,

 

der Hirte, der die „Schafe“ sucht, zurückbringt, verbindet, stärkt, errettet und in Gemeinschaft weidet (s. Hesekiel Kap. 34).
 

die Tür, der Zugang zu dem Wesen des Vater, dem Reich Gottes,

 

die Auferstehung und das Leben, der Weg von der Vergänglichkeit zur Unvergänglichkeit - Heilsplan Gottes.

In unserer kleinen Kirche ist in einem Kirchenfenster ein geöffneter Sarg zu sehen. Dabei steht Jesus und spricht: „Ich lebe, und ihr sollt auch leben!“ Machen wir uns auf die Suche nach den Zeichen für Leben, Auferstehung und Unvergänglichkeit in unserer Welt! Die Markgrafenkirchen in Oberfranken sind z. B.  daran zu erkennen, dass man ihn ihnen Zeichen des Auferstandenen finden kann.

 

das Lamm Gottes, das für Versöhnung mit Gott ohne den Opferkult steht.

 

IHR SEID….

 

Ihr seid - Worte verheißen, wie  die innige Gemeinschaft mit Jesus Menschen verändern kann. Sie erfassen den Lebenssinn, der ihnen in der Schöpfung und damit in der Evolution „zukommt“. Dieser Sinn offenbart sich im persönlichen Leben, jedem auf seine ureigenste Weise, wenn er es zu lässt. Was hat Jesus den Menschen, die ihm begegnet sind zugetraut? Sehr viel, denn diese Sinnbilder sollten in ihrer Wirkung nicht persönlich bleiben, sondern sie entfalten sich im Werden und Wirken in der Gemeinschaft. Salz und Licht z.B., für sich alleine genommen, sind nutzlos. Ihre Gaben aber entfalten sie, wenn ihre Eigenschaften eine sinnvolle Nutzung erfahren.

 

Das Salz (Matth.5/13)

Salz bringt Geschmack in eine Speise und macht haltbar, konserviert. Jesus gibt zu Bedenken, dass Menschen, die ihm anhängen, erkennbar sind und nicht kraftlos werden sollen. Unzählig sind die sozialen Dienste und privaten Initiativen, die ihre ganze Kraft in das Wohlergehen von Mitmenschen geben. So findet das "Salz" seine Bestimmung in der Welt, die sonst, wie eine fade Suppe, einen ungenießbaren Geschmack behält.

 

 

Das Licht (Matth. 5/14)

 

bewegt und spendet Wärme und Information. Jesus, das Licht der Welt, strahlt aus und erhellt, erleuchtet all jene, die sein Licht suchen und in seinem Licht leben. Deshalb verheißt er „ihr seid das Licht der Welt“, das man nicht unter einen „Scheffel“ (Matth. 5,15) stellt. Licht ist nicht statisch und man kann es auch nicht für sich behalten bzw festhalten – es bedarf der ständigen Erneuerung. Die Wissenschaft wiederum bestätigt die ungeheuere Vielfalt des Lichtes. „Die Klaviatur des kosmischen Lichts umfasst unvorstellbar viele Oktaven: Über zwölf Größenordnungen reicht das elektromagnetische Spektrum – vom extrem kurzwelligen Gammalicht bis zu meterlangen Radiowellen" (Max Planck Gesellschaft, Forschen mit Licht).

Da drängt sich unweigerlich ein weiteres Bild auf. Die menschliche Hingabe, die Nächstenliebe, vermag bei genauem Hinsehen ebenso vielfältig zu sein, wie die Vielfalt des Lichtes in der Welt und im Universum. Für das menschlichen Auge ist davon nur der geringste Teil wirklich sichtbar.

Wahrnehmbar sind allerdings die sog. Früchte des Lichtes, Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit. Im Brief des Paulus an die Epheser heißt es dazu: "Lebt wie Kinder des Lichts, denn die Frucht des Lichts besteht in jeder Form der Güte, Gerechtigkeit und Wahrheit - versucht zu entscheiden, was dem Herrn gefällt" (Epheser, 5, 8-10).

 

 

 

 

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© Siegfried Martin