Arbeiter im Weinberg
Arbeiter im Weinberg

Tageslauf, Jahreslauf und den Lauf der Seele, die sich öffnet für die barmherzige Liebe Gottes, beschreibt Tersteegen in seinen Liedern.

Beispiele: Passion,, Gottes Gegenwart, Ermunterung der Pilger, Morgenlied , Gottes Güte. 

 

dieser Link führt zu einem der bekanntesten

Lieder " Ich bete an die Macht der Liebe"

https://www.youtube.com/watch?v=Ol98zhJXa9o

PRACTICE OF THE PRESENCE OF
GOD THE BEST RULE OF A HOLY LIFE
Conversations and Letters by Brother Lawrence

Konfessionen - Glaubensbekenntnis

Beispiel aus Tersteegen's  Briefen

Wie wir lernen, nicht aus dem falschen, sondern aus dem wahren Selbst zu leben, zeigt der Psychiater Dr. Checkley am Beispiel von Bruder Lorenz.

Eine Erweckungsrede G. Tersteegens  zur Passionszeit aus "Geistliche Brosamen" Band I.

 

Das Tersteegenhaus in Mülheim, war die ehemalige Wirkungsstätte von Gerhard Tersteegen 

http://heimatmuseum-tersteegenhaus.de/

Blütensammlung 1. Teil vom  Geistlichen Blumengärtlein (Kostproben von 584 Reimen)

 

im Vorbericht schreibt Tersteegen u. a

 

7. "Findet jemand unter euch in diesem Werklein etwas gutes zu seiner Erbauung und Erweckung im kindlichen Glaubenswandel vor Gott, der denke doch, dass es der Vater der Lichter sei, von welchem alle (und also auch diese) gute Gaben von oben herab kommen; damit er dem wahren Ursprung und Geber dieses  Guten, alle Ehr und Dank mit mir dafür abstatte.

Ich indessen werde mich auch, und zwar von ganzem Herzen erfreuen, wenn auch nur eine einige Seele, will nicht sagen bekehret werden, sondern nur eine kleine Stärkung und Erweckung hierdurch in ihrem inwendigen Wandel, durch göttliche Mitwirkung, bekommen möge. In welchem Fall eine solche dann auch mir mein inständiges Begehren nicht abschlagen wird, dass sie nämlich denjenigen, der diese Sachen geschrieben, mit einem herzlichen Seufzer dem Anfänger und Vollender des Glaubens anbefehlen wolle.

 

einige Beispiele:

 

27. Wo ist Gott?

Vernunft spricht: Wo ist Gott? Sie schauet an die Sterne;

wo ist die Sonne? spricht ein blindgebor`ner Mann;

Ei, werde nur zum Kind, so ist dir Gott nicht ferne;

Kehr einwärts dein Gesicht, der Geist ihn schauen kann.

 

445. Wozu lebest du?

Unser Wollen, unser Sinnen,

unser Wirken und Beginnen,

was nicht von und zu Gott geht,

wie ein eitler Traum vergeht.

Ach! wir leben fast vergebens,

unsere kurze Zeit des Lebens,

stirb dir selbst, leb Gott gemein,

dies muss hier dein Werk nur sein.

 

Nr. 37 Gott muß auch reden

Du hast Gott immerhin so viele Ding´ zu sagen,

bald hätt´st du dieses gern, bald kommst du jenes klagen;

laß IHM doch auch was Raum, schweig ihm ein wenig still,

und merk, was er dir sagt, und von dir haben will.

 

Nr. 39 Der menschliche Geist

Ein Geist, ein Wunderding, könnt´ er gleich alles kriegen,

was Erd und Himmel hat, es würd´  ihn nicht vergnügen;

sobald er aber Gott im Grund gefunden hat,

hätt´  er auch gar nichts mehr, so spricht er: Ich bin satt.

 

42. Gleiches suchet sich, gleiches findet sich

Gott ist die Einfalt selbst, sanft, rein und abgeschieden,

uneingeschränkt, und still, stets freudig und zufrieden.

Tracht auch zu werden so, nach deinem tiefsten Grund,

so wird dir werden Gott und alle Wahrheit kund.

 

44. Der Herr an diesem Ort

Gott ist dir immer nah, Gott denket stets an dich,

Er ist zu dir gewandt, und zeucht dich auch zu sich.

Merk Seele, was ich sag, und laß dein Herz und Denken,

auf Gottes Liebeszug, auch stets zu ihm sich lenken.

 

358. Des Hirten Stimme

Wenn ich bin unvermerkt, zerstreuet in den Sinnen,

so lockt ein sanfter Zug, mich wieder bald von innen.

So treulich sorgt mein Hirt, und schützt sein Schäfelein,

könnt` ich nur unverrückt in ihm gesammelt sein!

 

520. Das Reich Gottes in euch

Schließ nur dein Äuglein zu, entsink dir selbst zu Grunde,

Gelassen, still und bloß, ins gegenwärt`ge Nu.

So findst du, wie ein Kind, da wo du bist zur Stunde,

das inre Königreich, Gott selbst und seine Ruh.

 

247. Erkenne dich selbst

Wie kann ein Mensch noch über andere klagen,

mir fehlt Geduld, dass ich mich selbst kann tragen.

Wer tief sich kennt, und sich nur fühlet recht,

will gerne sein der größten Sünder Knecht.

 

468. Sehen auf Jesum

Vergiß, o Sünder, dich mit allen deinen Sünden,

und schau nur Jesum an, so wirst du Gnade finden.

So fahr nur immer fort, schau Jesum und sonst nichts,

der größte Sünder wird also, zum Kind des Lichts.

 

Nr. 70  Guten Mut

O Seele, guten Mut! Was nützet dein Betrüben,

Gott fordert ja nicht viel – nur lieben, lieben lieben.

Du sprichst: Ich bin so bös – ich sage, Gott ist gut;

Wirf dich in IHN nur ein – o Seele, guten Mut.

 

Nr. 584  Der Beschluß  (letzter Reim)

Gut´s lesen nützt oft viel, gut´s schreiben ist auch gut,

doch sind es Bilder nur, bis man´s erfährt und tut.

Ich laß die Bilder da, und mich ins Wesen wende,

mein Leser, tu es auch, dies ist des Lesens Ende.